Weimars Stadt[lauf]brunnen
Die Brunnen einer Stadt, einst lebensnotwendig für die Versorgung der Menschen mit Wasser und Orte der Kommunikation, sind heute sehenswerte Zeugen einer vergangenen Zeit.
Eine Großzahl der Brunnen in der Innenstadt wurde als Laufbrunnen konzipiert, deren Versorgung ganzjährig mit Quellwasser aus den Brunnenstuben im Rabenwäldchen und im Kirschbachtal erfolgte. Einige wenige Brunnen werden aus dem Trinkwassernetz gespeist.
Viele Brunnen haben eine wahrhaft „bewegte“ Geschichte hinter sich, einige mussten ganz oder teilweise rekonstruiert werden, wieder andere sind Schöpfungen unserer heutigen Zeit.
Lassen Sie sich überraschen und in den Bann ziehen, ob im Sommer, wenn die Brunnen wie erfrischende Oasen wirken, oder im Winter, wenn sie mit ihren skurrilen Eisgebilden beeindrucken.
Die Zusammenarbeit ausgewählter Brunnen der Innenstadt, ergänzt um die Wasseranlage der Villa Haar und der Parks Belvedere, soll einen ganz persönlichen Stadtlauf ermöglichen und einen kleinen Überblick über ihre Geschichte geben.
01 – Neptunbrunnen

Standort: Marktplatz
1569/70 aus der Berkaer Sandstein gefertigt. Ursprüngliche Krönung des Brunnens war ein Löwe, das Wappentier der Stadt Weimar. 1774 durch die Figur des Meeresgottes Neptun ersetzt. 1821 Erneuerung des Sandsteinbeckens. 1845 Versetzung des Brunnens an die Marktnordseite. 1996/97 Generalsanierung der Brunnenanlage mit Neuaufbau. Heute krönt den Brunnen die bereits zweite Kopie des Neptuns. „Quos ego“ – „Dass ich Euch!“ Mit diesen Worten bewichtigt Neptun die Winde und Wogen (Inschrift am Fuße der Neptunfigur).
02 – Ildefonsobrunnen

Standort: Parkseite Rotes Schloss
1796 am Eingang zum Ilmpark, gegenüber der Pompejianischen Bank, erstmalig aufgestellt. 1824 wurden das Becken aus Berkaer Sandstein, der Sockel, das Postament mir der graugussseisernen Figurengruppe sowie die Absetzsteine vor eine Bogennische der parkseitigen Hofmauer des Roten Schlosses versetzt. 1994 Generalinstandsetzung der Anlage. Die Figurengruppe, der Tod und der Schlaf als die Söhne der Nacht, und die Göttin der Unterwelt, ist die Kopie eines spätantiken Marmororiginals, welches sich in der Eremita de San Ildefonso befand und heute im Prado von Madrid zu sehen ist.
03 – Goethebrunnen

Standort: Frauenplan
1821 Ersatz des alten Röhrenkastens durch den ersten gusseisernen Laufbrunnen Weimars. Entwurf von Oberbaudirektor C.W.Coudray, im Stil des Klassizismus. Die Jahreszahlen 1821 und 1822 stehen für die Aufstellung des Beckens bzw. der Brunnensäule. Wegen der Initialen „CA“ auch Carl-August-Brunnen genannt. 1986 Rekonstruktion des abhandengekommenen Delphins am Wasserspeier. 1988/89 Instandsetzungen, 1996/97 Generalinstandsetzung der Brunnenanlage mit Abbau, Sanierung und Neuaufbau auf neuem Fundament, Einsatz eines Edelstahlgittertroges.
04 – Herderbrunnen

Standort: Herderplatz
1831 Herstellung, 1832 Aufstellung des gusseisernen Brunnens. Bereits 1822 entwarf C.W.Coudray eine neue Brunnenanlage als Ersatz für den alten steinernen Dietrichsbrunnen. Dieser war von der südöstlichen Platzecke, einem der ältesten Brunnenstandorte Weimars, im Jahr 1756 von die Freitreppe des 50 Jahre zuvor eingeweihten barocken Schulhauses umgesetzt worden. Erst mit der Aufstellung des Herderdenkmal und der Umbenennung des Platzes 1850 erhielt der Herderbrunnen seinen heutigen Namen. 1990/91 und 1993 erfolgten grundlegende Sanierungen.
05 – Muschelbrunnen

Standort: Schwanseestraße, südwestliches Ende Weimarhallenpark
1847 Errichtung des von Maria Pawlowna gestifteten und von dem Steinmetzen Carl Dornberger geschaffenen sandsteinernen Brunnens am Haus der Frau von Stein. Nach 1860 erfolgte die Umsetzung in die Schwanseestraße, zunächst in den vorderen Bereich, dan an seinen heutigen Standort, dem südwestlichen Ende des damaligen Froriepschen Gartens. Zu Beginn der 1990er Jahre zunächst Erneuerung der Muschel, dann der übrigen Rückeand. Der große Vandalismusschaden von 2003 konnte in mühevoller Werkstattarbeit behoben und der Brunnen 2004 wieder aufgestellt werden.
06 – Brunnen am Haus der Frau von Stein

Standort: Ackerwandkurve
1847 von Maria Pawlowna gestiftet, stand das Werk Dornbergers bis zu seiner Umsetzung 1857 auf dem heutigen Wielandplatz. Die Brunnensäule ist wohl eine Kopie des Originals. 1996 wurder sandsteinerne Brunnen nach aufwendiger Werkstattsanierung höhenangepasst auf dem neuen Fundament wieder aufgestellt. Seit der im Zuge der Straßenbaumaßnahme Ackerwand erfolgten Sanierung des dortigen Brunnenleitungsabschnittes 1998 ist eine konstante Versorgung des Brunnens mit Quellwasser aus der Brunnenleitung Kirschbachtal gegeben.
07 – Theaterbrunnen

Standort: Heinrich-Heine-Straße, Rückseite Deutsches Nationaltheater
1847 wurde der alte Brunnen am Inneren Erfurter Tor (heute Durchgang Heinrich-Heine-Straße zum Theaterplatz) mit finanzieller Hilfe von Maria Pawlowna ersetzt. Vermutlich stellt Dornberger den Brunnen nach Entwurf Coudrays her. Der sandsteinerne Brunnen wurde 1973 abgebaut. Für eine Brunnenrekonstruktion fand man das monolithische Becken und einen Teil der Säule. Nach restauratorischer Überarbeitung und Neufertigung der fehlenden Teile wurde der Brunnen 1999 am heutigen Standort neu aufgebaut. Die ursprüngliche Halbkreisform des Brunnenhofes wurde aufgegriffen.
08 – Geleitbrunnen

Standort: Geleitstraße/Scherfgasse
1847 stiftete die Großherzogin Maria Pawlowna die Brunnensäule dieses Brunnens, die bekrönten Initialen „MP“ zeugen davon. Da der vorhandene Brunnentrog noch intakt war, wurde er wohl erst 1875 gegen das heute vorhandene sandsteinerne Becken ausgetauscht. Der einstige Brunnenstandort ist bereits 1569/70 auf dem Wolfschen Stadtplan zu sehen, er befand sich mitten im Straßenraum. Seinen etwas zur Seite versetzen heutigen Standord fand er anstelle eines abgerissenen Hauses. 1993 und 1998/99 erfolgten umfangreiche Restaurierungsarbeiten am Stein.
09 – Delphinbrunnen

Standort: Teichplatz
1847 entstand dieser Brunnen dank finanzieller Unterstützung Maria Pawlownas an einer Stelle, die schon im Stadtplan von 1569/70 einen Brunnenstandort ausweist. Die Brunnensäule ist eine Kopie von 1928, und erst ab dieser Zeit ist sie nachweisbar durch die kleine Skulptur bekrönt. 1992/93 erfolgte eine Generalinstandsetzung. 1999 wurde im Rahmen der Neugestaltung des Platzes das Oberflächenniveau so heruntergesetzt, das der Brunnen mit seiner Umpflasterung nun etwas erhöht steht. 2006/07 musste das Becken mittels unzähliger Kunstharzinjektionen abgedichtet werden.
10 – Löwenbrunnen

Standort: Graben
1848 ersetzte der auch als Herderbrunnen bezeichnete Steinbrunnen einen Vorgänger, finanziert durch Maria Pawlowna. Mit ca. 5 m Höhe ist er einer der größten Brunnen Weimars. Das Motiv des aufrecht stehenden Löwen, den wettinischen Schild haltend, geht auf den Sieg der Wettiner über die Grafen von Weimar-Orlamünde im 14. Jh. zurück. Mehrfach wurde der Löwe vom Sockel gestürzt und musste neu geschaffen bzw. zusammengesetzt werden. 1998 wurde er zurückversetzt an seinen alten Standort, nachdem er vier Jahre zurvor die restauratorische Substanzsicherung durchgeführt worden war.
11 – Bodebrunnen

Standort: Brühl/Wagnergasse
1859 geschaffen von dem Steinhauermeister Gleim, nach einem Vorbild im Park von Sanssouci. Erstmals wurden für die Wasserzuführung nicht Holzrohre, sondern solche aus Steinzeug benutzt. Seinen Namen erhielt der Brunnen durch das damals gegenüber stehende Haus des Literaturwissenschaftlers und Schriftstellers Wilhelm Bode. Der am Ende des Zweiten Weltkrieges schwer beschädigte Brunnen wurde nach 1950 abgetragen. 1998 wurde er unter Zuhilfenahme historischer Fotos und Zeichnungen neu aus Quarzsandstein geschaffen und am historischen Standort wieder aufgebaut.
12 – Bürgerschulbrunnen

Standort: Karl-Liebknecht-Straße, Musikschule „Ottmar Gerster“
1858 wurde das gusseiserne Pumpbrunnenhäuschen aufgestellt, nachdem zuvor ein hölzernes sowie ein historisierendes gotisches in dem klassizistisch geprägten Umfeld der Bürgerschule unpassend erschienen. Der daraufstehende lesende Knabe, ein vergoldeter Zink-Aluminium-Hohlguss, stellt den Bezug zur ursprünglichen Nutzung des Hauses her. Die Figur geht auf dne Bildhauer Christian Daniel Rauch zurück. 1987 Rekonstruktion fast aller gusseisernen Teile. 1999 wurde die Anlage erneut überarbeitet, das entwendete Buch des Knaben neu gegossen und die Figur neu vergoldet.
13 – Brunnen an der Stadtmauer

Standort: Stadtmauer, Graben
„1859“, die Inschrift auf dem Stein weist vermutlich auf das Entstehungsjahr hin. Ursprünglich stand der Brunnen in der Bettina-von-Arnim-Straße, an der Ostwand der Marienstraße 5. 1969 wurde der Standort des Brunnens im Zuge von Baumaßnahmen geringfügig verändert. 1989 wurden Teile des stark beschädigten Brunnens zunächst eingelagert, später restauratorisch behandelt. Nur die Schale aus dem roten Berkaer Sandstein scheint noch original zu sein. 1995 fand man für den Brunnen einen angemessenen Standort vor der sanierten Stadtmauer. Seit 1998 wird er von 2 Linden beschirmt.
14 – Wielandbrunnen

Standort: Wielandplatz
1860 wurde er aufgestellt und der Vorgängerbrunnen zum Haus der Frau von Stein versetzt. 1969 wurde der Brunnen aufgrund verkehrstechnischer Neugestaltung abgebaut und eingelagert. 1994 wurde beschlossen, von der einstigen Brunnenanlage mit Brüstungsmauer und Treppen, zumindet den Brunnen wieder erstehen zu lassen. Ein Stück Mauer, der Beckensockel und der Wasserspeier mit dem Löwenkopfrelief wurden rekonstruiert, das Granitbecken selbst ist Originalsubstanz. 1995 erfolgte die Übergabe des alten, neuen Wielandbrunnens an die Öffentlichkeit.
15 – Brunnen am Lesemuseum

Standort: Einmündung Geleitstraße auf dem Goetheplatz
1864 wurde der früher auch als Chemnitiusbrunnen bezeichnete Brunnen aufgestellt. Das dunkelgraue Dioribecken war ursprünglich für den Gänsemännchenbrunnen in der Schillerstraße gedacht, erwies sich dort jedoch als zu klein und wurde an die Südseite des Lesemuseums umgesetzt. Das Löwenkopfrelief ist vermutlich eine Kopie von 1920. Nach großen Bemühungen gelang 1985/86, den Brunnen nach 30 Jahren ohne Wasser wieder zum Laufen zu bringen. 1992 erfolgten umfassende Maßnahmen am Stein, 1997/98 wurden die Wassertechnik erneuert und das Umfeld hergerichtet.
16 – Gänsemännchenbrunnen

Standort: Schillerstraße
1864 wurde das runde Sandsteinbecken aufgestellt. Die Idee, die Straße mit der Figur des Gänsemännchens zu schmücken, geht auf Maira Pawlowna zurück, die eine Kopie des 1530 von Pankraz Labenwolf geschaffenen Nürnberger Entenmanns nach Weimar holte. Nach ihrem Tod griffen die Anwohner diese Idee auf. 1987 wurde die rund 35 kg schwere bronzene Figur des Gänsemännchens durch einen Nachguss ersetzt, das Original befindet sich heute im Stadtmuseum. 1990/91 und 1997/98 erfolgten konservatorische und restauratorische Maßnahmen am Brunnen.
17 – Donndorfbrunnen

Standort: Geleitstraße/Rittergasse
1895 kam der Nachguss eines Auftragwerks für die Stadt New York, gestiftet vom Bildhauer der Plastik, Adolf Donndorf, an diesen Platz. Die Brunnenanlage aus Fichtelgebirgsgranit wird von der überlebensgroßen bronzenen Mutter-Kind-Gruppe, Mutterliebe genannt, gekrönt. Durch eine spektakuläre Schuchaktion kam man 1986 den gestohlenen Löwenköpfen auf die Spur. Nach einer Instandsetzung im Jahr 1990 floss nach 15 Jahren Trockenheit zum ersten Mal wieder Wasser. Reinigungs- und Konservierungsmaßnahmen wurden 1991, 1995 sowie 2007 durchgeführt.
18 – Froschbrunnen

Standort: Steubenstraße
1910 wurde der einzige heute erhaltene Muschelkalkbrunnen vom Bildhauer Arno Zauche geschaffen. Sein Standort war ursprünglich in den Asbachanlagen, die mit Baubeginn der nationalsozialistischen Großbauten verfüllt wurden. 1936 kam der Brunnen als Ersatz für den altersschwachen Seminarbrunnen an seinen heutigen Standort. Lediglich die Travertinabsetzsteine blieben von der Vorgängeranlage erhalten. 1985 wurder der Brunnen Instand gesetzt und neu an die Brunnenleitung angeschlossen. 1992/93 erfolgte eine Werkstattsanierung und der Brunnen erhielt ein neues Fundament.
19 – Spiegelbrunnen

Standort: Poseckscher Garten
1914 von dem Bildhauer Richard Engelmann geschaffen und im folgenden Jahr eingeweiht, nimmt der Spiegelbrunnen eine Doppelfunktion als Denkmal und Brunnen wahr. 1976 wurden die bronzene Jünglingsplastik sowie die kalksteinerne Brunneneinfassung entfernt und das Brunnenbecken verfüllt. 1995 konnten die Figur restauriert, das Brunnenbecken freigelegt und die Randsteine sowie das Becken saniert werden. 1998 wurde der Brunnen wieder der Öffentlichkeit übergeben. Seit der Neugestaltung des Posseckschen Gartens 2006/07 steht die Brunnenanlage auch in einem entsprechenden Umfeld.
20 – Pumpbrunnen im Kirms-Krackow-Haus

Standort: Jakobstraße 10
Ende des 16. Jh. entstand die Hofanlage. Der Pumpenstock, der sicher mehrere Vorgänger hat, befindet sich im galeriebesetzten Innenhof. Aus einem Baumstamm gefertigt, ist er zum Schutz gegen Witterungseinflüsse mit einer kegelförmigen Blechhaube abgedeckt. Der Knauf am Pumpenschwengel soll eine fanzösische Kanonenkugel aus dem Jahr 1806 sein. Im Zuge der Komplettsanierung des Hauses 1996/98 wurde auch die Pumpe Instand gesetzt und, da der Brunnenschacht nicht mehr existierte, an das städtische Brunnenleitungsnetz angeschlossen.
21 – Die Badende

Standort: Universitätsgelände Marienstraße
1985 wurde der von Hubert Schiefelbein geschaffene Brunnen auf dem Gelände der heutigen Bauhaus-Universität im Hof der Marienstraße 13/15 eingeweiht. Über eine weibliche Gestalt aus weißem Marmor, die reliefartig aus einer Eiform herausgearbeitet ist, rieselt das Wasser in ein flaches Becken. Das runde Becken ist mit Granit und Basalt über die beckenbegrenzende Wulst hinweg ausgepflastert, das dass weiträumig in die Umgebungsfläche ziehende Ringe zur Anlage gehören. Versorgt wird der im Volksmund auch „Ei“ genannte Brunnen mit Trinkwasser im Umlaufverfahren.
22 – Brunnen im Herdergarten

Standort: Herdergarten
1998 erfolgte die Einweihung des von der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde und der Stadtverwaltung Weimar gemeinsam konzipierten Brunnens. Das mit Travertinsteinen gefasste Brunnenbecken befindet sich als gestalterisches Element im Wegekreuz des rekonstruierten Gartens. Die Wasserversorgung erfolgt über das städtische Brunnenleitungssystem vom Teichplatz aus.
2 Jahre zuvor legte man im Zuge der Sanierung des gesamten Anwesens einen alten Hausbrunnen frei, den man mittels einer Glasplatte abdeckte.
23 – Wasserspiele

Standort: Ferdinand-Freiligrath-Straße
2007 wurden die von dem Bildhauer Walter Sachs geschaffenen Skulpturen Schwester Eloquenzia, der selbstvergessene Hörer und der eifrige Schlucker der Öffentlichkeit übergeben. Das Kommunizieren der aus Dolorit geschaffenen Gruppe wird durch das Medium Wasser in überraschender Weise deutlich sichtbar. Die Versorgung erfolgt mit Trinkwasser des Wasserversorgungszweckverbandes Weimar.
24 – Wasserspiele

Standort: Weimarhallenpark
1998 wurde der vorhandene Spielplatz in der nordwestlichen Parkecke neu gestaltet. Als besondere Attraktion wurde das Element Wasser in den Spielbereich aufgenommen.
25 – Wasseranlagen der Villa Haar

Standort: Villa Haar, Dichterweg 2a
1886 wurde die Anlage fertig gestellt. Sie wird bestimmt durch die im Stil der Neorenaissance errichtete Villa und die davor gelagerte Achse mit Terrassen, Treppen- und Wasseranlagen. Das obere Springbrunnenbecken sowie die beiden Wandbrunnen sind aus Sandstein gefertigt, während die beiden unteren Becken aus Travertin sind. Die großartige Treppenanlage mit ihren Stützmauern und den Springbrunnen wurde 2005/06 schrittweise saniert bzw. rekonstruiert. Der Garten bildet ein wichtiges Glied in der Kette der für Weimar und Umgebung bedeutenden Garten- und Parktradition.
26 – Schlossfontäne

Standort: Schloss Belvedere
1818 wurde die Schlossfontäne mit rundem Wasserbecken auf dem Schlossvorplatz errichtet. Auf einem Travertinsockel erhebt sich eine 2,50 m hohe Steinsäule, deren Abschluss eine runde Wasserschale bildet. 1987 erfolgte eine grundhafte Sanierung des gesamten Brunnens.
27 – Delphinbrunnen

Standort: Belvedere Orangeriehof
Um 1820 entstand der Delphinbrunnen im Orangeriehof Belvedere. Die Brunnenschale ruht auf den Schwanzflossen dreier Delphine. 1971/72 stellt der Erfurter Bildhauer Kurt Lehmann diese Kopie aus Reinhardsdorfer Sandstein her. Der Brunnen wird umrahmt von 6 halbrunden Blumenbeeten.
28 – Moosbecken

Standort: Park Belvedere
1817/18 wurde das Moosbecken im südöstlichen Teil des Belvederer Parks errichtet. Es bildet zusammen mit der schilfgedeckten Mooshütte ein Ensemble zum Verweilen udn Ausruhen. Das herabfließende Wasser des feinen Springstrahls führt zur Bildung der namensgebenden Moose am Tuffstein.
29 – Brunnen im Rosenberceau

Standort: Park Belvedere
1821/23 entstand das Rosenberceau nach einem Vorbild im Rosengarten von Humphrey Repton in Ashridge. Der Brunnen ist eine Kopie aus dem Jahr 2006, gefertigt aus Warthauer Sandstein. Er wird umrahmt von Rosenbeeten und berankten Holzbögen.
30 – Große Fontäne

Standort: Park Belvedere
1809 und 1822/24 entstand die große Fontäne am Kreuzungspunkt verschiedener Parkwege im Belvederer Park. Der ca. 8 m hohe Springstrahl ergießt sich in ein ovales Wasserbecken. Von dort wird das Wasser über einen kleinen Wasserfall in das benachbarte Schöpfbecken und weiter in den Possenbach abgeleitet. Im Winter bildet sind in langen Frostperioden ein beeindruckender meterhoher Eiskegel. Im Jahr 2006 wurden der Brunnen und die angrenzende Platzfläche saniert.
Ansprechpartner
Stadt Weimar
Bau-, Grünflächen- und Umweltamt
Abt. Grünflächen und Friedhöfe
Schwanssestraße 17 (Haus II)
99421 Weimar
Tel.: 03643 / 762 938
Mail: gruenflaechen@stadtweimar.de
Internet: www.weimar.de





