Auch in diesem Winter haben einige tausend der insgesamt fast 25.000 Kunden des Wasserversorgungszweckverbandes Weimar ein ausführliches Ankündigungsschreiben zum bevorstehenden turnusmäßigen Austausch des für ihr Grundstück installierten Wasserzählers erhalten. Warum werden diese Messeinrichtungen alle 6 Jahre ausgewechselt, obwohl doch in vielen Fällen nur relativ wenig Trinkwasser hindurchgeflossen ist? Schließlich kostet der Einbau eines neuen Zählers doch Geld, das sich der Versorgungsbetrieb ja letztendlich über den Wasserpreis „zurückholt“!

Die Antwort ist einfach: Nach den bundesweit geltenden eichrechtlichen Vorschriften endet die Eichgültigkeit von Zählern für kaltes Wasser nach 6 Jahren; bei Warmwasserzählern beträgt diese Frist sogar nur 5 Jahre. Im geschäftlichen Verkehr verwendete Messeinrichtungen müssen aber zwingend geeicht sein. Als „im geschäftlichen Verkehr verwendet“ ist ein Messgerät immer dann anzusehen, wenn der Messwert bzw. das Messergebnis einer Entgeltabrechnung zu Grunde gelegt wird. Betroffen sind also nicht nur die Wasserzähler des WZV Weimar, sondern auch der Betriebskostenabrechnung in Mehrfamilienhäusern dienende Wohnungswasserzähler. Für den Austausch von Wohnungswasserzählern ist allerdings nicht der öffentliche Wasserversorgungsbetrieb, sondern der jeweilige Hauseigentümer verantwortlich.

Was sollten Sie unmittelbar nach Erhalt der Mitteilung tun?

Was sollten Sie unmittelbar nach Erhalt der Mitteilung tun?

Für über 95 % der von uns versorgten Grundstücke sind Hauswasserzähler der Baugröße Qn 2,5 (neue Bezeichnung: Q 3 = 4) installiert. Über derartige Messgeräte können in der Regel Wohnhäuser mit bis zu 30 Wohnungen versorgt werden. Für größere Gebäude sind allerdings Geräte mit höheren möglichen Spitzendurchflüssen erforderlich; eine derartige Notwendigkeit kann wegen höherer Spitzenbedarfswerte insbesondere bei gewerblichen Kunden, bei Landwirtschaftsbetrieben und bei öffentlichen Einrichtungen gegeben sein. Auch im Falle einer kundenseitig gewünschten Löschwasservorhaltung über den Grundstücksanschluss – z. B. Speisung von Sprinkler- oder Wandhydrantenanlagen – müssen „größere“ Zähler installiert werden. Welche Baugröße der z. Zt. für Ihr Grundstück installierte Wasserzähler hat, steht im o. e. Ankündigungsschreiben sowie auf Ihrer letzten Trinkwasserrechnung. Bitte teilen Sie uns rechtzeitig schriftlich (E-Mail ausreichend, bitte aber Anschrift und Telefonnummer angeben) mit, wenn Sie der Meinung sind, dass die Zählerdimensionierung – z. B.  wegen veränderter Nutzung des angeschlossenen Grundstücks – überprüft werden soll; wir veranlassen dann das Erforderliche und bitten Sie ggf. um ergänzende Informationen.

Der „neue“ Zähler wird grundsätzlich an der Stelle, an dem sich bisher das „Altgerät“ befindet, eingebaut. Falls Sie aber z. B. Sanierungs- oder Umbauarbeiten an Ihrem Haus planen und deshalb ggf. eine Veränderung des Zählerplatzes wünschen, so wenden Sie sich bitte schriftlich (E-Mail ausreichend, bitte aber Anschrift und Telefonnummer angeben) an die Abrechnungsstelle des WZV Weimar. Die Information wird nach Vorprüfung an den für die technische Betreuung der Systeme am Standort Ihres Grundstücks verantwortlichen Meisterbereich des WZV Weimar weitergeleitet; unsere dort zuständigen Mitarbeiter beraten Sie dann einzelfallbezogen, bereiten ein Kostenangebot vor und vereinbaren dazu gerne auch einen diesbezüglichen Ortstermin mit Ihnen.